2026 OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP – Abschlussbericht des deutschen WM-Teams (7)
(bmg) Ein letzter Bericht von der 2026 OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP. Das Team GER – Jonny Seekamp, Philipp Wodianka, Lucas Schütz, Leo Mügge, Gustaf Schimansk, Trainer Riky Stadel, Teamleader Greta Steinicke – ist seit fünf Tagen wieder zuhause. Gretas Abschlussbericht sollte noch von Tanger aus gesandt werden. Klappte nicht! Am letzten WM-Tag gab´s keine Zeit zum „Schriftstellern“. Der Tag war gefüllt mit letzten Wettfahrten, Abgabe der Charteroptis, Packen, Abschlussfeier … Aber hier nun Gretas ausführlicher Abschlussbericht über die WM auf der Zielgeraden, ein Bericht über die Zeit nach den Qualifikations- und Team-Race-Wettbewerben.
Geburtstagskuchen und starker Westwind (Donnerstag, 25.06.26)
Der Tag startete im deutschen Lager mit bester Stimmung und Kuchen zum Frühstück, denn Jonny feierte seinen 15. Geburtstag! Sportlich wurde es ab diesem Tag auch für alle Daheimgebliebenen noch spannender, da der offizielle Livestream die Finalrennen live an Land übertrug. Unterstützt durch Drohnenaufnahmen und GPS-Tracker an allen Booten war ein präzises Mitfiebern garantiert.
Während die Jungs auf dem Wasser alles gaben, hieß es für die Teamleitung Pflichtprogramm auf dem Annual General Meeting der IODA. Dort wurden wichtige zukunftsweisende Entscheidungen getroffen, unter anderem die Vergabe der WM- und EM-Standorte für das Jahr 2027 (WM- Porto (POR) & EM – Zadar (CRO) übrigens). Auf dem Wasser herrschte ein konstanter Westwind mit 15 bis 17 Knoten, zusammen mit gewohntem Wellengang und Strömung. Mit dem gestärkten Selbstbewusstsein aus dem Teamracing am Vortag traten die Jungs in ihren jeweiligen Fleets an und absolvierten drei Wettfahrten. Gustaf zeigte eine extrem konstante und starke Serie im Emerald Fleet und sicherte sich die Plätze 14, 8 und 10. Jonny beschenkte sich in der letzten Tageswettfahrt selbst und fuhr nach den Plätzen 18 und 19 einen grandiosen 3. Platz in der Silver Fleet ein. Und so erging es Philipp, Leo und Lucas in der Bronze Fleet: Philipp verbuchte die Ränge 8, 23 und nochmals 8 und Leo kämpfte sich stabil durch das Feld und beendete den Tag mit den Rängen 30, 15 und 17. Lucas erzielte die Plätze 64, 42 und 69. Zum Abschluss des Tages ging es für die Jungs zu einem wohlverdienten, typisch marokkanischen Snack ins Sailors Village, um die verbrauchten Energiespeicher wieder aufzufüllen, bevor es wieder ans Buffet und auf die Zimmer ging.
Perfekte Rennen und Social-Media-Einsatz (Freitag, 26.06.26)
Am vorletzten Renntag lief das Startprogramm zügig ab. Die Wettfahrtleitung nutzte das Zeitfenster optimal und brachte zwei reibungslose und schnelle Rennen pro Fleet ins Ziel. Auf dem Wasser herrschten wechselnde Windrichtungen bei abnehmender Tendenz um 8 bis 12 Knoten, gepaart mit der anhaltenden Strömung. Jonny knüpfte nahtlos an seine Top-Ergebnisse an und lieferte mit den Plätzen 9 und 3 zwei Spitzenresultate ab. Gustaf segelte mit den Plätzen 30 und 18 weiterhin solide im vorderen Feld des Emerald Fleets mit. Leo verbesserte sich im ersten Rennen auf einen starken 11. Platz, gefolgt von einem 28. Platz im zweiten Lauf. Lucas zeigte im zweiten Rennen eine deutliche Aufwärtstendenz und holte die Plätze 62 und 23, während Philipp auf den Rängen 25 und 57 finishte. Nach dem obligatorischen Snack im Sailors Village wartete eine besondere Aufgabe auf das Team, denn die Jungs nahmen ein offizielles Video für den Instagram-Kanal der Veranstaltung auf, bei dem sie sich präsentierten. (Hier der Link zum Reel: https://www.instagram.com/reels/DaOTDH7uj0-/) Der Tag fand seinen entspannten Ausklang beim gemeinsamen Abkühlen im Hotelpool.
Finaler Showdown, Siegerehrung und T-Shirt-Tauschen (Samstag, 27.06.26)
Der Finaltag begann erneut mit Geburtstagskuchen. Philipp feierte seinen Ehrentag, was bereits der dritte Geburtstag innerhalb unseres Teams während dieser Weltmeisterschaft war. Auf dem Wasser standen die letzten zwei entscheidenden Wettfahrten an, die für Jonny zu einem aufregenden Auf und Ab wurden. Im ersten Rennen des Tages fuhr er auf den 2. Platz vor. Im letzten Lauf kassierte er leider einen BFD, was ihn den Sieg im Silberfleet kostete. Dennoch bedeutete es am Ende einen fantastischen 3. Platz im Silberfleet und damit den 74. Rang in der Gesamtwertung. Auch Gustaf überzeugte noch einmal und holte im ersten Tagesrennen einen überragenden 3. Platz, gefolgt von Rang 15. Damit schrammte er als 4. im Emerald Fleet und auf Platz 217 im Gesamtklassement nur knapp am Treppchen vorbei. Philipp beendete die WM mit den Plätzen 65 und 19 auf dem 161. Gesamtrang, dicht gefolgt von Leo mit den Plätzen 56 und 30 auf Platz 171. Lucas erwischte im letzten Rennen leider ebenfalls ein Black Flag nach einem vorherigen 52. Platz und beendete die Weltmeisterschaft auf dem 209. Platz. Direkt nach dem Event hieß es Charterboote abgeben, das gesamte Material und Gepäck transportsicher in die Surftaschen verpacken und gut polstern. Ein riesiges Dankeschön gilt an dieser Stelle den mitgereisten Eltern, die uns hierbei eine große Unterstützung waren. Danach blieb gerade genug Zeit, um sich zu duschen, zu striegeln, in die offiziellen Poloshirts zu werfen und zur feierlichen Siegerehrung aufzubrechen. Jonny wurde unter großem Applaus für seinen Podestplatz geehrt. Begleitet von tollen Reden und den Nationalhymnen war es ein rundum gelungener Abschluss. Im Anschluss wurde traditionell mit den anderen Nationen die Teamkleidung getauscht. Einziges Contra war ein wirklich schmerzhafter Sonnenbrand auf den Oberschenkeln von Gustaf. Nach dem Abendessen im Hotel artete das Shirt- und Lycra-Tauschen in der Hotellobby in ein (glückliches) Chaos aus, bevor alle erschöpft in die Betten fielen.
- Closing Ceremony mit ….
- Jonny Seekamp auf der Bühne (Platz 3 in der Silver Fleet)
Abreise und Rückkehr nach Deutschland (Sonntag, 28.06.26)
- Abschiedsfoto im Hotel
- Abschiedsfoto auf dem Flughafen Tanger
Am Abreisetag räumten die Jungs nach dem Frühstück um 09:00 Uhr selbstständig und sehr reibungslos ihre Zimmer. Vor der Abfahrt holten wir noch Pizza, die gemeinsam in der Hotellobby verspeist wurde. Pünktlich holte uns der Flughafenshuttle ab, mitsamt einer unglaublichen Menge an Gepäck und den marokkanischen Hüten, die die Jungs als Andenken bei der Anmeldung erhalten hatten. Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle am Flughafen verliefen ohne Probleme. Der Rückflug gestaltete sich zwar etwas turbulent, aber um 21:00 Uhr Ortszeit berührten wir endlich wieder deutschen Boden, wo die herzliche Verabschiedung stattfand.
Diese Weltmeisterschaft in Tanger war eine ganz tolle und unbezahlbare Erfahrung für die Jungs und das gesamte Team. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Unterstützern, Coach Riky Stadel, der OPTI CLASS GER und auch den engagierten Eltern vor Ort und auch zu Hause!
28. Juni 2026
2026 OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP – Manuel BRAGANÇA aus Brasilien OPTIMIST WORLD CHAMPION 2026 (6)

Opti WM Team 2026 (v.li.): Leo Mügge, Philipp Wodianka, Jonny Seekamp, Lucas Schütz, Gustaf Schimanski
(bmg)Die OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026 ist zu Ende, das deutsche Team kehrt am heutigen Sonntag auf Tanger/Marokko zurück. Am Samstag gingen die 284 Segler*innen zum letzten Mal an den Start und segelten bei konstanten 12 Knoten aus Südost ihre letzten beiden Wettfahrten; insgesamt wurden 12 Wettfahrten gesegelt, 5 in der Vorrunde, 7 in der Finalrunde. Sieger der OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026 wurde der Brasilianer Manuel BRAGANÇA vor dem Schweizer Elliott Novara. Der Malteser Andrei Zhakov krönte seine WM-Teilnahme mit der Bronzemedaille. Den ersten Platz in der Frauenwertung (Helen Mary Wilkes Trophy) sicherte sich auf Gesamtplatz 7 Ines Mendez-Larminaux aus Puerto Rico, auf Rang 2 und 3 Margaux Nnguyen-Minh/Hongkong und Mara PEÑALVER/Spanien.
Der neue Weltmeister Manuel Bragança stieg am ersten Tag mit Platz 15 in die Qualifikationsserie ein. Am dritten Tag, nach insgesamt fünf Rennen, hatte er sich auf Rang 6 vorgearbeitet. Am zweiten Finaltag nach 10 Races ingesamt übernahm er die Gesamtführung von Cengiz Eren Güvenç (Türkei), der die Spitzenposition über vier Tage verteidigt hatte. Der Brasilianer gewann diese WM mit zehn Top-Ten Resultaten in 12 Rennen. Segler aus 10 Nationen eroberten die TOP Ten Plätze bei dieser WM: Brasilien, Schweiz, Malta, Spanien, Italien, Puerto Rico, Canada, Türkei, Argentinien, Schweden.
- Optimist World Champion 2026: Manuel Bragança/BRA
- Best Girl der WM 2026: Ines Mendez-Larminaux
- Die 3 TOP Nationen der WM: Puerto Rico, Brasilien, Spanien
Ein mächtiger Atlantik, hohe Wellen, Strom, oft kräftiger Wind und ein sehr kleines Boot … diese Fotos vom GER WM Team, fotografiert von Matias Capizzano, zeigen ein klein wenig, was die FÜNF in Tanger geleistet haben!
- Philipp Wodianka
- Gustav Schimanski
- Jonny Seekamp
- Leo Mügge im Hintergrund
- Lucas Schütz
DIE ENDERGEBNISSE DES DEUTSCHEN TEAMS
74. Jonny Seekamp (Platz 3 Silverfleet); 161. Philipp Wodianka (Bronzefleet); 171. Leo Mügge (Bronzefleet); 209. Lucas Schütz (Bronzefleet); 217. Gustaf Schimanski (Emeraldfleet).
25. Juni 2026
2026 Optimist World Championship/Team Racing Days – Viel Strategie und Teamgeist in Tanger (5)
(bmg) Aktuell bereiten sich die Segler im marokkanischen Tanger auf die heute beginnenden Finalrennen der OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026 vor. Der Start zum ersten Rennen des Tages ist für 13:00 Uhr Ortszeit angesetzt. Nach zwei spannenden und erfolgreichen Team-Racing-Tagen im Rücken starten Jonny Seekamp, Philipp Wodianka, Lucas Schütz, Leo Mügge und Gustaf Schimanski nun in die entscheidenden drei Finaltage der WM Fleet Races.
Für die OPTIMIST TEAM RACING WORLD CHAMPIONSHIP hatten sich insgesamt 48 Nationenteams auf Grundlage der Ergebnisse der ersten drei Fleet-Race-Tage qualifiziert. Gesegelt wurde in den Regattageb
ieten Alpha und Bravo. Im Verlauf des ersten Team-Racing-Tages wurden vier Flights ausgetragen, aus denen die besten 16 Teams den Einzug in die Finalrunde am zweiten Wettkampftag schafften. Und das gab es aus deutscher Sicht schon lange nicht mehr: Das deutsche Team gehörte am Ende des ersten Team Racing -Tages zu den 16 besten Nationen und qualifizierte sich damit für die TR-Finalrunde.
Spanien und die Türkei lieferten sich eine dramatische Finalserie über drei Rennen. Spanien gewann das entscheidende dritte Rennen und sicherte sich damit den Titel der Team-Racing-Weltmeisterschaft 2026. Es ist Spaniens dritter Sieg in Folge bei der Team-Racing-Weltmeisterschaft. Argentinien sicherte sich die Bronzemedaille. TR-Endergebnisse.
Und nun ein Team Race-Bericht von Teamleader Greta – zum Einstieg Fotos von Matias Capizzano:
Der Marathon durch die Hoffnungsrunde (Dienstag, 23. Juni)
Die Rennen fanden nah am Hafen statt, und das Wetter spielte unserem Team in die Karten: Es herrschten ideale Windbedingungen für unsere etwas leichtere Mannschaft. Dank des Trainingslagers mit Riky in Warnemünde, bei dem Teamracing ein Schwerpunkt war, und dem Rückenwind durch den Sieg beim European Team Race Qualifier (ETRQ) & German Open im Mai ging Team Germany mit viel Selbstbewusstsein aufs Wasser.
Direkt im Auftaktmatch wartete mit Portugal (POR) ein echter Brocken. Nach einem taktisch extrem engen Zieldurchgang stand ein seltenes 18:18-Unentschieden fest. Da es im Teamrace jedoch eine Entscheidung geben muss, griffen die Tie-Breaker-Regeln – und hier hatten die Portugiesen haarscharf die Nase vorn. Ein herber Dämpfer zu Beginn, der im Doppel-K.-o.-System jedoch nur den Gang in die Hoffnungsrunde bedeutete. Dort bewiesen die Jungs Nervenstärke:
Gegen Israel (ISR): Ein souveräner und kontrollierter 14:24-Sieg brachte den Motor richtig zum Laufen. Gegen Malta (MLT): Die Jungs ließen nichts anbrennen, kontrollierten den Gegner von Beginn an und sicherten sich ein verdientes 16:20.
Gegen Uruguay (URU): Das entscheidende Duell um das Weiterkommen wurde zum Krimi. Am Ende setzten sich die Jungs hauchdünn mit einem 18W:18 durch (Sieg dank der besseren Einzelplatzierung im Ziel).
Damit sicherten sie sich damit als „Qualified Team 11“ das Ticket für die finalen Runden. An Land war die Freude riesig: Zuletzt hatte es eine deutsche Mannschaft 2022 so weit im Teamrace geschafft. Während wir intern an die Jungs geglaubt hatten, galt Deutschland unter den anderen Nationen bis dahin eher als Underdog. Gut gelaunt, frisch geduscht und gesättigt ging es ins Bett, um Kraft für den Finaltag zu tanken.
Finalatmosphäre und ein starker Abschied (Mittwoch, 24. Juni)
Am Mittwochmorgen zeigte sich ein ungewohntes Bild: Der Hafen war merklich leerer, da nur noch die qualifizierten Nationen überhaupt aufs Wasser durften. Alle anderen setzten den Tag aus, bevor morgen die finalen Fleet Races beginnen. Die Rennen auf dem Alpha-Kurs wurden wieder live auf YouTube übertragen, sodass die Daheimgebliebenen an Land und in der Heimat jede Wende mitverfolgen konnten.
Das Niveau in den Finalrunden war von Beginn an enorm hoch. Im ersten Match musste sich Team Germany den starken Italienern (ITA) geschlagen geben. Die Spannung war auf dem absoluten Höhepunkt, als das Team im darauffolgenden Duell auf die USA traf – und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen überraschenden und viel umjubelten Sieg einfahren konnte!
Im nächsten Lauf gegen Kanada (CAN) war dann jedoch Endstation. Nach einem harten Kampf schied das deutsche Team aus dem Turnier aus.
Die Kids kamen mit einer gesunden Mischung aus Enttäuschung über das Ausscheiden und berechtigtem Stolz an Land. Auch Coach Riky zog ein positives Fazit: „Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht, aber es war ein sehr spannendes Teamrace über die letzten zwei Tage. Ich bin stolz auf die Kids.“
Den Weltmeistertitel im Teamrace sicherte sich am Ende die Mannschaft aus Spanien (ESP). Für unsere Jungs war es eine extrem wertvolle Erfahrung, die gezeigt hat, dass sie sich vor der Weltspitze nicht verstecken müssen und bewiesen hat, wie groß der Teamzusammenhalt tatsächlich ist. Zur Belohnung gab es Pizza!
- Die TR-Finalrunde erreicht
- Auf dem Weg zum 2. Team Race-Tag
- Stärkung vor dem Team Race
- Pizza zur Belohnung – Fotos: G. Steinicke
23. Juni 2026
2026 Optimist World Championship – WM-Qualifikationsserie im Auf und Ab des Windes (4)
(bmg) Mit einer weiteren Wettfahrten endete am gestrigen Montag mit insgesamt 5 Rennen die dreitägige Qualifikationsphase der OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026. Die Segler gingen bereits gegen 13:30 Uhr Ortszeit aufs Wasser. Die Wettfahrtleitung wartete lange auf ausreichend starken und stabilen Wind. Erst gegen 15:30 Uhr etablierte sich ein Nordwestwind um 12 kn, sodass eine Flotte eine Wettfahrt starten und beenden konnte. Danach flaute der Wind wieder ab; eine weitere gestartete Wettfahrt musste sogar abgebrochen werden.Gegen 17:30 Uhr setzte ein Nordostwind um 15 kn ein. Erst mit diesem Wind konnten die übrigen Starts erfolgen.
Nicht nur für die Wettfahrtleitung, auch für die 283 Optisegler war es ein besonders spannender Tag. Denn am Ende dieses Regattatages stand fest, in welcher Flotte mit jeweils 71 Seglern – GOLD,SILVER, BRONZE, EMERALD – sie ab Donnerstag in der Final Series (Teil 2 der WM-Fleet Races) starten werden. Für welche Flotte sich die GER-Segler qualifziert haben, wird erst heute feststehen. Infos dazu erfolgen sobald wie möglich.
Der Wind im Verlauf der QR-Series in Tanger war vielfältig: schwächelnder Wind am 3. Tag; Tag 2 “ strong north-easterly wind of 22–24 knots“, Tag 1″ conditions evolved from 7–8 knots in the morning to nearly 20 knots during racing“.
Hier die vorläufigen GER-Ergebnisse nach 5 Rennen:
73. Jonny Seekamp; 165. Philipp Wodianka; 199. Lucas Schütz; 210. Leo Mügge; 242. Gustaf Schimanski
Alle vorläufigen Zwischenergebnisse hier.
Cengiz Eren GÜVENÇ/Türkein steht seit dem ersten Tag der Qualifying Series auf Platz 1 der Ergebnisliste mit den Plätzen 1,1,2,3, (5); auf den Plätzen 2 und 3 mit geringem Punkteabstand Andrea Demurtas/ITA (9 Punkte) und Arthur Lamin (10 Punkte). Auf den TOP 10- Plätzen Segler aus 7 Nationen: Brasilien (2), Portugal (2), Spanien (2), Türkei, Italien, Schweden, Malta.
Auf der WM ist wieder im Einsatz der Weltklasse-Optifotograf Matias Capizzano. Hier eine kleine Auswahl seiner spektakulären WM-Fotos von der Qualifilkationsserie – zu finden auch hier in seiner Galerie
Zum Abschluss ein Bericht des Teamleaders aus dem GER-Basislager …
1. Wettfahrttag – (Pünktlicher Start in den Starkwind (Samstag, 20.06.2026)
Auf dem Programm standen die ersten zwei offiziellen Rennen der Weltmeisterschaft. Ohne langes Fackeln ging es direkt aufs Wasser. Die Müggelsee-Bedingungen vom Vortag waren Geschichte. Ein straffer Ostwind (der berüchtigte Levante) fegte mit konstanten 16 bis 18 Knoten durch die Bucht von Tanger, in den Böen hatten die Jungs mit bis zu 25 Knoten zu kämpfen. Und auch die Welle machte es ihnen nicht leicht. Während Riky die Kinder auf dem Wasser beobachten durfte, wurde meine und auch die Neugierde aller Teamleader, Eltern und UnterstützerInnen mithilfe eines Livestreams mit zeitaktuellen Drohnen-Aufnahmen gestillt.
Gegen die internationalen Schwergewichte, die bei diesen Bedingungen jeden Millimeter Hebelgewicht in die Waagschale werfen können, hatten es unsere Jungs etwas schwerer. Diplomatisch ausgedrückt spiegelten die Ergebnisse nicht ganz das wider, was die Jungs sich erhofft hatten. Gerade für die kleineren unter unseren Jungs waren die Bedingungen eine Herausforderung. Das führte dazu, dass Gustaf und Leo im Fleet Gelb eher minder erfolgreiche Ergebnisse einfuhren (Leo: 58, 59; Gustaf: 64, 62). “Wären nur 10 Knoten weniger gewesen, wäre ich eigentlich ganz okay gewesen“, schimpft Leo über die Verhältnisse. Auch Lucas im Fleet Grün ersegelte nach einem Zeitlimit-bedingten DNC einen 60. Platz. Philipp konnte im Fleet Blau einen 36. und einen 52. erkämpfen. Jonny gelang im Fleet Rot einen 11. und einen 24. Platz. Die Jungs kamen dennoch mit einem Lächeln auf dem Gesicht vom Wasser und „verarbeiteten“ den Tag in einer Nachbesprechung.
2. Wettfahrttag – Warten bei saunaartigen Bedingungen & Rennen Nummer 3 und 4 (Sonntag, 21.06.2026
Der Sonntag begann mit einer kleinen Geduldsprobe. Am Vormittag herrschte erst einmal Flaute. Die Wettfahrtleitung ordnete eine Startverzögerung an Land an. Bei drückender Hitze mussten die Jungs im Hafen ausharren und warten, bis sich der konstante Wind endlich aufbaute.Während des ersten Rennens nahm der Wind dann wieder um einiges zu, sodass es wieder mit kräftigem, aber ein wenig weniger Wind als am Vortag weiterging.
Auch in den Rennen 3 und 4 des Wochenendes lief es für das deutsche Team ergebnistechnisch eher durchwachsen. Unsere Leichtgewichte mussten ordentlich einstecken, aber Erfahrung vom Vortag konnten auch umgesetzt werden. Trotz des harten Kampfes und einem unfreiwilligen Volllaufen auf einem der Halbwinde bissen sich die Kinder durch.Die Kinder kamen erst nach 18:00 vom Wasser, glücklicherweise hatten wir niemanden im grünen Fleet, dort waren die letzten SeglerInnen erst nach 19:00 zurück. Die Besprechung wurde auf den nächsten Morgen verschoben. Das Abendprozedere sollte inzwischen bekannt sein: Duschen – Abendbrot – nach Hause telefonieren – Bett.
Fazit nach 2 Renntagen: Nach vier harten Rennen bei viel Wind sind die Abstände im Mittelfeld sehr knapp. Am konstantesten segelte bisher Jonny: Mit den Plätzen 46 und 26 liegt er als bester Deutscher auf dem 92. Gesamtplatz. Ein echtes Highlight gelang Philipp, der nach einem 57. Platz am Samstag am Sonntag einen überragenden 9. Platz einfuhr und insgesamt auf Rang 155 steht. Leo verbesserte sich nach Platz 60 am ersten Tag mit einem starken 30. Platz am Sonntag auf Gesamtrang 223. Lucas kämpfte sich durch die schweren Bedingungen, holte unter anderem einen 63. Platz und belegt aktuell Platz 238. Gustaf steigerte sich nach einem 69. Platz auf einen 53. Platz in den Einzelrennen, was für ihn Gesamtrang 258. bedeutet.
3. Wettfahrttag – Nur ein Rennen (Montag, 22.06.2026)
Um 8:30 Uhr ging es zum gemeinsamen Frühstück – die Jungs standen wie jeden Morgen überpünktlich bereit. Nach einer windbedingten Verzögerung von anderthalb Stunden ging es endlich aufs Wasser. Der Wind ließ allerdings erst einmal weiter auf sich. Als das Fleet Gelb um 15:30 Uhr endlich starten konnte, reichte der Wind bei sehr wechselhafter Intensität glücklicherweise bis zum Zieldurchgang. Leo erwischte einen Sahnetag, sicherte sich einen starken 30. Platz und war fast zwei Stunden vor den anderen zurück im Hafen. Bei extrem drehenden und unbeständigen Verhältnissen wurden dennoch für alle anderen drei Fleets die Rennen ins Ziel gebracht.
Und der Trend hält an: Auch heute war ergebnistechnisch eine deutliche Steigerung zu erkennen! Gustaf gelang ein hervorragender 32. Platz und schließt die Fleet-Wertung auf Rang 242 ab. Lucas setzte am letzten Tag der Fleet Races mit einem genialen 24. Platz ein Ausrufezeichen und schiebt sich auf Gesamtrang 199 vor. Philipps solider 39. Platz sicherte ihm Gesamtrang 165. Jonny krönte die Serie mit einem fantastischen 11. Platz im letzten Rennen, was ihm schlussendlich einen starken 73. Platz in der Gesamtwertung der Fleet Races bescherte. Nach diesem extrem langen Tag trafen sich alle müde, aber glücklich beim Abendessen wieder. Die Stimmung im Team ist trotz der harten Knochenarbeit auf dem Wasser hervorragend!
- 3. Wettfahrttag: Teambesprechung im Zelt
- Warten auf das Auslaufsignal
- Leo segelt 1,5 Stunden vor den Teamkollegen in den Hafen.
21. Juni 2026
2026 Optimist World Championship – Die letzten drei Tage vor Rennbeginn (3)
- Actionfotos von den letzten Trainingsstunden
- Fotos: Matias Capizzano
(bmg) Countdown bei der OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026. Teamleader Greta schickte einen Bericht über die drei letzten Tage vor Beginn der Wettfahrten.Viel Action mit letzten Trainingseinheiten, Kontrollvermessung mit nachfolgender Basteleinheit, eine stimmungsvolle Eröffnungsfeier und hoher Besuch beim GER-Team.
Der Müggelsee auf dem Atlantik – letzter Trainingstag (Mittwoch, 17. Juni)
Kein Lüftchen regte sich, dafür kletterte die Temperatur jedoch enorm nach oben. Leo brachte die Wetterlage nach der Einheit treffend auf den Punkt: „Der Müggelsee ist umgezogen – er ist jetzt auf dem Atlantik.“
Trotz der thermischen Herausforderungen war der Zeitplan straff durchgetaktet. Nach einem frühen gemeinsamen Frühstück um 07:45 Uhr ging es zügig aufs Wasser. Bis 12:30 Uhr nutzte das Team die frühe Einheit optimal aus, bevor die Boote gründlich geputzt und lückenlos für die anstehende Vermessung vorbereitet wurden. Auf dem Rückweg zum Hotel sorgte ein frischer (eisgekühlter!) Smoothie von einem Straßenstand für die verdiente Abkühlung. Der Nachmittag stand im Zeichen der Regeneration mit einer ausgedehnten Pool-Zeit, gefolgt vom Duschen und einer detaillierten sportlichen Auswertung (inklusive Videos) auf Rikys Zimmer.
- Nach einem erfolgreichen Trainingstag auf dem Weg ins Hotel
- Smoothies nach dem Training
- Teambesprechung: Thema Strömungssegeln
Vermessung & Akkreditierung (Donnerstag, 18. Juni)
Ein Tag ganz im Zeichen der offiziellen Vermessung und Anmeldung. Der Ablauf vor Ort war hervorragend organisiert. Nach einem einweisenden Briefing durften die Jungs nacheinander ihre Ausrüstung präsentieren: zuerst das Segel, gefolgt von Boot, Ruder, Schwert und dem Rigg.
Ganz ohne ein bisschen Aufregung ging es natürlich nicht – an einer Stelle war das handwerkliche Geschick der Jungs und ein wenig Schleifpapier gefragt.
„Wir mussten alle bei der Vermessung ein Stück vom Winkel unseres Ruders abschleifen.“ erzählt Philipp.
Ab heute wird das Team auch optimal von der Regattaleitung versorgt. Kühlboxen mit Eis, Lunchpakete und ausreichend Wasser werden zur Verfügung gestellt. Besonders die Eiswürfel sind ein Muss bei den Temperaturen hier vor Ort. Parallel schlossen wir die offizielle Anmeldung ab. Für die Kinder erhielten ihre Event-Badges, Caps und T-Shirts. Mit dabei waren traditionelle Marokkanische Hüte, die natürlich erst einmal anprobiert werden mussten.
Da das Hotel von zahlreichen internationalen Teams bewohnt wird, sind die Mahlzeiten streng durchgetaktet. Das Team GER isst in der ersten Schicht von 18:30 Uhr bis 19:15 Uhr. Nach einer ausgiebigen Pool-Session und dem anschließenden Abendbrot wurden die Teambekleidungen direkt in die Wäscherei gegeben. Schließlich wollen die Kinder in den kommenden Tagen nicht nur schnell sein, sondern auch gut duften.
- GER Team mit marokkanischen Hüten
- Nahaufnahme von Leo
- Die Akkreditierungen des Teams
Bootstest & Eröffnung (Freitag, 19. Juni)
Der heutige Tag begann erneut pünktlich mit dem Frühstück um 07:45 Uhr, sodass die Mannschaft kurz nach 09:00 Uhr die Boote zu Wasser lassen konnte. Während die Jungs mit Riky eine wichtige Trainingseinheit absolvierten, fand parallel das offizielle Team Leaders Meeting statt, um alle organisatorischen Abläufe der kommenden Regattatage abzustimmen. Auf dem Wasser wurden die Boote nach der Vermessung noch einmal auf Herz und Nieren geprüft. Riky zeigt sich nach der Einheit zufrieden: „Heute sind wir rausgefahren, um die Boote nach der Vermessung zu checken. Wir hatten konstante Verhältnisse bei 10–14 Knoten und 10 Meter Strömung/min.“
Nach dem Training schrubbten die Jungs den marokkanischen Sand der letzten Tage in der Dusche ab und machten sich schick für die offizielle Eröffnungszeremonie. Nach einer Wartezeit am Club folgte eine spektakuläre Eröffnung, die ihresgleichen sucht. In der Marina war eine große Tribüne aufgebaut. Die Feierlichkeiten begannen mit der marokkanischen Nationalhymne, gefolgt von beeindruckenden Auftritten traditioneller Trommlerinnen und Trommler, Tänzerinnen und Tänzer sowie eines lokalen Rappers.
Im Anschluss zog die Parade vom Vereinsgebäude zum Sailor’s Village. Ein besonderes Highlight für die Kinder war das Treffen mit dem deutschen Botschafter, mit dem sie sogar ein gemeinsames Foto ergattern konnten (oder er mit den Kindern, die vor Ort wie Stars gefeiert wurden. Ein ganz besonderer Moment!). Den perfekten Abschluss fand der Abend beim reichhaltigen Hotelbuffet, bei dem die inzwischen zum Ritual gewordene abendliche Melone natürlich nicht fehlen durfte. Dann ging es natürlich früh in die Vertikale, um Energie für den morgigen Auftakt zu tanken.
Wir freuen uns und sind gespannt auf die nächsten Tage! Momentan sind noch ziemlich heftige Windverhältnisse angesagt, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Vorhersage hier sich schnell ändert. Drückt unseren Jungs nicht nur Wind- sondern auch leistungstechnisch die Daumen!
- Eröffnungsfeier WM 2026
- TEAM GER auf der Bühne
- Eröffnnungsparade
- Deutscher Botschafter besucht das TEAM GER
17. Juni 2026
2026 Optimist World Championship – Training und 2026 Worlds Warm-Up Event( 2)
Seit sieben Tagen ist das GER WM-TEam ( Leo Mügge, Gustaf Schimanski, Lucas Schütz, Jonny Seekamp,Philipp Wodianka, Trainer Riky Stadel ,Teamleader Greta Steinicke) in Tanger/Marokko.“Die ersten Tage und neuen Eindrücke waren genauso aufregend wie anstrengend. Zwischen ungewohnten Atlantikbedingungen, tückischer Strömung und erster internationalen Regatta-Generalprobe erlebten unsere fünf Jungs intensive Tage“, schreibt Greta.
Hier Gretas erster Bericht
Die erste Trainingseinheit und Gewöhnung (Samstag, 13. Juni)
Nach dem stürmischen Empfang am Vortag stand am Samstag endlich die erste echte Trainingseinheit auf dem Programm. Der Vormittag begann mit den administrativen Pflichten, um die Jungs offiziell für das Warm-Up Event („WM Generalprobe“ ) anzumelden. Danach ging es ohne Umwege für eine lange, intensive Einheit aufs Wasser.
Der Wind meinte es gut mit uns: Konstanter Wind um die 17 Knoten mit Spitzen von bis zu 23 Knoten peitschte über das Wasser vor Tanger, begleitet von einer sehr ordentlichen Welle. Für den Auftakt war das genau die richtige Herausforderung, um Material und Physis zu testen. Die Stimmung war trotzdem top. Philipp fasste den Tag begeistert zusammen:
„Das Segeln hat viel Spaß gemacht, vor allem Halbwind und Raumschots. Der Trainingstag war gut, vor allem um sich an die Welle zu gewöhnen.“
Auch die Organisation vor Ort ist spitze. Die Jungs wohnen zusammen mit den bereits angekommenen Sportlerinnen und Sportlern aller Nationen in einem Hotel direkt an der Strandpromenade von Tanger. Von dort aus sind es nur etwa zehn Bootslängen bis zum Strand und rund zehn Fußminuten zum Yachthafen. Im Hafen ist der Eventspace mit vielen weißen Zelten aufgebaut, in denen alle Nationen ihr Material unterbringen können. Wir teilen uns ein Zelt mit den Briten. Und auch abseits des Wassers passt alles: Das Frühstücks- und Abendbrot-Buffet kann sich definitiv sehen lassen!
- WM-Zeltstadt für das Segelmaterial
- GER und GBR teilen sich ein Zelt
- Das Team im Zelt
- Prima Versorgung im Hotel
- Blick ins Zimmer von Philipp und Jonny
- Gustaf – Foto: M. Capizzano
- … nach dem Segeln mit Sonnenbrand
- … und gelernt! Nun üppig mit blauer Zinksalbe eingecremt
Das Warm-Up Event und die Tücken der Strömung (Sonntag, 14. Juni)
Am Sonntag wurde es im direkten Vergleich das erste Mal ernst. Beim Warm-Up Event waren insgesamt 104 Seglerinnen und Segler am Start – allesamt hochkarätige Konkurrenz, die auch bei den eigentlichen Worlds um die Titel kämpfen wird. Auf dem Wasser erwartete die Jungs neben der bekannten Welle vor allem extrem viel Strömung beim ersten Start um 12:00 Uhr. Bei der abendlichen Auswertung von Rikys Videomaterial auf dem Hotelzimmer-Fernseher wurde schnell klar, dass diese Bedingungen vielen Teams massive Probleme bereiteten: Reihenweise blieben Boote an den Tonnen hängen, weil sie die Versetzung unterschätzten. Unsere Jungs schlugen sich im Gesamtklassement beachtlich:
Jonny zeigte eine extrem starke, konstante Leistung. Mit zwei 17. Plätzen in den Wettfahrten sicherte er sich einen hervorragenden 10. Platz im Zwischenklassement. Leo kam mit den Plätzen 58 und 38 solide durch den Tag.
Lucas ersegelte die Plätze 37 und 85. Philipp landete mit den Rängen 66 und 61 im Mittelfeld. Gustaf kämpfte sich auf die Plätze 93 und 86.
Gustaf hatte übrigens aus seinem leichten Sonnenbrand vom Vortag gelernt: Er ging mit komplett blauem Zinkgesicht aufs Wasser – optisch ein absolutes Highlight, aber extrem effektiv! Nach einem schnellen Proviant-Einkauf machte die tägliche Pool-Session am Abend die müden Muskeln wieder fit und sorgte für den nötigen Appetit am Hotelbuffet.
- Vorfreude auf das Warm-Up Event
- Trainer Tipps….
- … auf dem Wasser
Geburtstagskuchen und starke Einzelergebnisse (Montag, 15. Juni)
Der Montag begann mit einem ganz besonderen Highlight: Leo feierte seinen 12. Geburtstag! Schon beim Frühstück gab es neben einem kleinen Kuchen und einer Geburtstagskerze ein lautstarkes Ständchen für unser Geburtstagskind.
Gut gelaunt ging es auf die Regattabahn, wo die nächsten Wettfahrten des Warm-Up Events anstanden. Zur Feier des Tages zeigte Leo direkt in der ersten Wettfahrt eine tolle Leistung: Er rundete die erste Tonne als starker 7. und brachte am Ende einen hervorragenden 25. Platz ins Ziel. In der darauffolgenden Wettfahrt erwischte er zwar einen herben Dämpfer und landete auf Platz 69 – dieser wurde jedoch prompt sein Streicher für die Wertung.
Die anderen Jungs bissen sich ebenfalls fest durch das Feld: Jonny ersegelte die Plätze 27 und 36. Lucas zeigte mit einem genialen 12. Platz (neben einem 47. Platz) sein riesiges Potenzial, und Gustaf holte die Ränge 79 und 95 und Philipp holte neben einem sensationellen dritten Platz noch einen 47ten.
Danach zog es uns kurz an den Strand. Da der Atlantik aber noch viel zu kalt war, wurde der Spaß kurzerhand wieder an den Hotelpool verlegt. Dort lieferten sich die Jungs eine ausgiebige Badesession zusammen mit dem argentinischen Team, bevor es zur Taktikbesprechung in Rikys Hotelzimmer und anschließend zum verdienten Abendessen ging.
Startchaos und ein sensationelles Finale (Dienstag, 16. Juni)
Heute stand der finale Wettfahrttag des Warm-Ups an. Nach unserem typischen morgendlichen Ritual – ausgiebiges Frühstück und gemeinsamer Gang zum Hafen – präsentierte sich das Revier zunächst von seiner zähen Seite.
Die Bedingungen beim Auslaufen waren alles andere als optimal: Während die Welle mit flachen 0,2 bis 0,3 Metern völlig unaufgeregt blieb, schwächelte der Wind extrem und wehte sehr unbeständig mit gerade einmal 1 bis 2 Beaufort (ca. 3–5 Knoten) aus wechselnden Richtungen. „Denen ist egal, wo die Linie ist. Da bist du entweder in der fünften Reihe oder drüber“, fasste Jonny das Chaos an der Startlinie treffend zusammen. Und genau so sah es auf dem Wasser aus: Ein Startversuch jagte den nächsten, und mit jedem Mal drängten mehr Boote über die Linie. Es entwickelte sich als regelrechter Start-Marathon, die der Wettfahrtleitung alles abverlangte – insgesamt knapp 20 Startversuche standen am Ende zu Buche! Es wurde rigoros durchgegriffen: Erst mit der U-Flagge, dann folgten in Dauerschleife die Black Flag und allgemeine Rückrufe. Wer jetzt pennte, war raus – und das gnadenlose Durchgreifen bescherte dem Feld reihenweise BFDs. Auch Lucas und Philipp waren leider dabei.
Umso besser, dass der Rest unserer Jungs die Nerven behielt und nach einem endlich geglückten Startversuch folgte der ganz große Auftritt unseres Teams: Leo rundete sensationell als 5., Philipp als 12. und Gusti als 20.! Leo drehte jetzt erst richtig auf, ging am Gate sogar als Führender durch und belohnte sich im Ziel mit einem absolut genialen 2. Platz! Was für ein nachträgliches Geburtstagshighlight! Jonny kam als 42. ins Ziel und Gustaf sicherte sich einen starken 21. Platz. Gegen Nachmittag drehte der Wind dann wie vorhergesagt auf und frischte auf gute 15 Knoten auf (in Böen und zum Abend hin sogar bis zu 10 Knoten vor der Stadt), sodass wir zum Abschluss noch einmal richtig gute Segelbedingungen hatten. Nach ein paar weiteren, letztlich abgebrochenen Startversuchen war die finale Startzeit erreicht und es ging zurück an Land. Erst gegen 17:00 Uhr waren die Kids wieder im Hafen.
Da für den morgigen Tag noch deutlich mehr Wind erwartet wird, hieß es direkt nach dem Anlegen: Segel auf die Trainingssegel umbändseln. Die geliebte Pool-Session, sowie die Siegerehrung mussten heute aus Zeitgründen leider ausfallen, aber das gemeinsame Abendbrot mit den anderen Nationen war der perfekte Ausklang für diesen ereignisreichen Tag.
Das amtliche Gesamtergebnis des Warm-Up Events
Nach all den spannenden Rennen und dem harten Kampf gegen Wind und Strömung können sich die finalen Platzierungen im 112-köpfigen internationalen Feld absolut sehen lassen:
Jonny: Platz 17
Leo: Platz 25
Lucas: Platz 51
Philipp: Platz 53
Gustaf: Platz 92
Hier der Link zu den vollständigen Ergebnissen: https://vilamourasailing.sailti.com/en/default/races/race-resultsall?text=26OPTWU-en&menuaction=race-inscriptions
Fazit
Die Formkurve stimmt, die Jungs haben die Tücken des Reviers verstanden und sind heiß auf mehr. Sie haben mit der ein oder anderen Platzierung gezeigt, dass sie auf jeden Fall das Potenzial haben, ganz vorne mit dabei zu sein. Auch im Hotel merkt man langsam, dass es ernst wird – jeden Tag stehen mehr Nationen mit ihren Segel und ihrem Ehrgeiz im Gepäck vor der Rezeption. Die nächsten zwei Tage folgen Training, Vermessung, der letzte Feinschliff und vielleicht sogar ein wenig Entspannung vor dem Event.
13. Juni 2026
2026 Optimist World Championship – Stürmischer Empfang (1)

GER-Team auf dem Flughafen Weeze …und dank guter Vorbereitung keine Gepäckprobleme – Foto: G. Steinicke
(bmg) Am Donnerstag machten sich Leo Mügge, Gustav Schimanski, Lucas Schütz, Jonny Seekamp und Philipp Wodianka auf die Reise zur 2026 Optimist World Championship, veranstaltet vom Royal Yacht Club de Tanger und der International Optimist Dinghy Association (IODA). Begleitet von Teamleader Greta Steinicke stiegen sie auf dem Niederrhein-Flughafen Weeze in ein Flugzeug nach Tanger/Marokko. Am WM-Austragungsort erwartete sie ihr Trainer Ricky Stadel. Bei einer der größten Opti-Weltmeisterschaften wird das GER-Team dabei sein.Derzeit sind insgesamt 292 Segler aus 77 Nationen gemeldet.
Die Optimisten-Weltmeisterschaft umfasst zwei Meisterschaften:
- OPTIMIST INDIVIDUAL WORLD CHAMPIONSHIP (IWC) und
- OPTIMIST TEAM RACING WORLD CHAMPIONSHIP (TRWC) für 48 Teams.
Das WM 2026 – Programm in den kommenden zwei Wochen
19. Juni: Opening Ceremony
20. – 22. Juni: IWC-Wettfahrten
23./24. Juni: Team Racing (TRWC)
25. – 27. Juni: IWC-Wettfahrten
27.Juni: Closing Ceremony
28. Juni: Official Departure Day
Die Vorbereitung des GER-Teams auf die „wilden Tage“ (20.–27. Juni) sollte so aussehen: Am Freitag, 12.06., Übernahme und Vorbereitung der Charteroptis sowie erste Reviererkundung. Programmpunkt 3 wurde gestrichen. Ein Ostwind mit etwa 40 Knoten fegte den ganzen Tag über Tanger an der Straße von Gibraltar. Doch direkten Wasserkontakt ließen sie sich nicht nehmen. Greta schreibt:“ …die Kinder haben viel gewerkelt und wurden danach mit einer Badesession im Pool belohnt.“
Heute, 13. Juni, ist der Sturm vorüber und es soll bei Ostwind zwischen 19 und 25 Knoten raus aufs Meer gehen. Bei der WM-Vorregatta (14./15. Juni) werden die Fünf auch dabei sein.
- WM Team (v.li.) Gustav,Leo, Jonny, Philipp, Lucas
- Riky und Leo bei der Bootsvorbereitung
- Wetterbericht Tanger 12.06.
In der nächsten Zeit werden wir weitere Berichte über den WM-Alltag in Tanger erhalten. Wir haben uns deshalb entschieden, das WM 2026 – Team schon heute vorzustellen. Klickt auf den Namen und ihr erfahrt etwas über die Fünf.

























































































