2026 OPTIMIST EUROPEAN CHAMPIONSHIP – Über die erste EM-Hürde mit viel Wind und Wellenbergen (6)
(bmg) Nicht immer gelingt es uns, zeitnah über das Geschehen bei großen Opti Events zu berichten, wie jetzt passiert bei der 2026 OPTIMIST EUROPEAN CHAMPIONSHIP in Gydnia. Hier kommt nun Olines Bericht über die Qualifikationsserie, die beide Flotten (Boys and Girls) am vergangenen Dienstag mit 6 Rennen beendeten. Der dreitägige Auftakt der EM war anspruchsvoll: Es ging los mit schwachem, dann folgten zwei stürmische Tage.
Ergebnisse Girls Qualifikationsserie Ergebnisse Boys Qualifikationsserie
Seit gestern, Mittwoch, und heute läuft in die Gydnia die Finalserie. Heute Abend steht also fest, wer die neuen European Champions sind.
OPTIMIST EUROPEAN CHAMPIONSHIP – Harte Bedingungen bei der QUALIFIKATIONSSERIE – Bericht Oline Grossmann
Bereits am ersten Wettkampftag zeigte sich die Ostsee von ihrer wechselhaften Seite. Schwacher und unbeständiger Wind erschwerte den Auftakt, sodass nur eine Wettfahrt für die Jungs durchgeführt werden konnte. Geduld und Konzentration waren gefragt, denn jede Platzierung konnte in dem großen Teilnehmerfeld entscheidend sein.
Der zweite Wettkampftag stellte uns dann vor eine völlig andere Herausforderung. Stürmischer Wind und hoher Wellengang verlangten unseren Sieben alles ab. Die Bedingungen waren körperlich wie mental extrem fordernd. Wer bestehen wollte, musste nicht nur seglerisches Können, sondern auch Ausdauer, Mut und vollen Biss beweisen. Alle sind schon bei viel Wind gesegelt, aber solche Bedingungen kannten wir bisher nicht.
Auch am dritten Wettkampftag blieb das Wetter gnadenlos. Erneut sorgten starker, immer weiter zunehmender Wind und raue Ostseewellen für teilweise Grenzbedingungen in den Böen. Jede Wettfahrt wurde zu einer Bewährungsprobe, bei der saubere Bootsbeherrschung, taktisches Geschick und Durchhaltevermögen entscheidend waren. Trotz der schwierigen Verhältnisse bewiesen alle eindrucksvoll ihren Kampfgeist und kamen völlig erleichtert und mit brennenden Oberschenkeln an Land. Wer die Wettfahrten erfolgreich beendete, konnte auf jeden Fall erleichtert und mit neuen Erfahrungen in den Abend starten.
Nach drei kräftezehrenden Qualifikationstagen ist die erste wichtige Hürde der Europameisterschaft genommen. Die Einteilung in die Gold-, Silber-, Bronze–Fleet steht fest. Aus deutscher Sicht fällt die Zwischenbilanz etwas niederschlagend, aber für die angetroffenen Verhältnisse positiv aus: Helene hat den Sprung in das Gold Fleet geschafft, der Rest startet im Silver Fleet. Wenn auch teilweise sehr knapp, müssen wir die nächsten Tage nutzen um uns in den Silber Fleets nach vorne zu segeln und erfolgreich zu präsentieren und noch wichtige Plätze gutmachen. Mit dem Beginn der Finalserie startet nun der entscheidende Teil der Europameisterschaft, in dem jeder Platz und jeder Punkt für das Endergebnis zählt.
Neben den sportlichen Leistungen steht auch der internationale Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Die jungen Seglerinnen und Segler erleben eine Woche voller Wettkampf, Teamgeist und neuer Freundschaften. Es wird fleißig getauscht und es befinden sich schon coole Lycras und sogar Jacken in unserem Besitz. # Brasilien, Argentinien und Hongkong
Mit Spannung blicken wir nun auf die nächsten Wettfahrten, in denen die Entscheidung über die Platzierungen in Gold-, Silber- und Bronzeflotte fällt.
Ein Quiz inklusive Barbecue gab es auch schon, aber in besonderer Erinnerung wird uns allen das traditionelle Sommergericht der Polen bleiben. Kalte Nudeln mit Erdbeersoße, bestimmt sehr erfrischend für andere, wir bevorzugen dann doch lieber Eis und selbstgemachte Wraps.
Wir sind jetzt gespannt was in den Finalrennen noch geht und freuen uns, alle in Kiel wiederzusehen.
Wir melden uns noch mal nach dem heutigen letzten Rennen und der Siegerehrung.
Viele Grüße aus Gdynia
Scarlett, Henry, Helene, Jasper, Hannah, Bent, Takeo, Jan und Oline






