August Seidel, Jüngster der IDJM 2025: Ich liebe es mit meinen Freunden auf dem Wasser zu sein und zu gucken, wer der schnellste ist
(bmg) Das hat Tradition! Auf der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft Optimist erhält der jüngste Teilnehmer stets einen Sonderpreis. Bei der IDJM 2025 gewann August Seidel aus Hamburg diese Auszeichnung, er war 9 Jahre alt. Nun denkt er zurück an seine IDJM-Qualifikation 2025 und wie die Qualli in der aktuellen Saison für ihn lief …Das finden wir spannend, denn noch gibt es drei Regattawochenenden mit Chancen, Punkte für IDJM-Qualifikation 2026 zu ersegeln.
August, du warst bei der IDJM 2025 neun Jahre und damit der jüngste Teilnehmer. Es war nicht dein Ziel gewesen, bei dieser IDJM zu starten. Wann hast du das erfahren und wie war das für dich?
Ich habe mich genau vor einem Jahr auf dem Optimal Cup qualifiziert. Bereits am Freitag fuhr ich mit meinem Vater nach Röbel an die Müritz und wir trainierten mit unserem NRV- Trainer Florian Stindt, dessen Heimatrevier die Müritz ist. Somit waren wir optimal vorbereitet. Nach vier Läufen am Samstag war ich auf Platz 3, punktgleich mit Platz 2. Am nächsten Tag war Startverschiebung. Als letztendlich klar war, dass keine weiteren Starts folgen, sind wir alle ins Wasser gesprungen vor Freude. Es war ein tolles Gefühl im Club meines Trainer die Qualifikation zu schaffen.
Was war dein schönstes Erlebnis auf der IDJM auf dem Starnberger See?
Für mich war es die erste Regatta mit so vielen Teilnehmern, allein die Starts waren sehr aufregend und beeindruckend zugleich. Der Bayerische Yacht Club hatte eine super Organisation, die Eröffnungs- und Abschlussfeier haben mich sehr beeindruckt. Es gab eine tolle Party, organisiert von der Jugend des Clubs. Und wir konnten jederzeit ins Schwimmbad um die Ecke. Ihr könnt euch vorstellen, wo ich nach dem Segeln immer war.
Was war für dich nicht so ganz einfach bei dieser Meisterschaft? Was hast du gelernt?
Die Starts waren sehr aggressiv, da musste man auf den Punkt wach sein, um eine Chance zu haben. Die Jury hatte uns immer im Blick, daran musste ich mich erst gewöhnen. An den Tonnen wurde sich nichts geschenkt.
Du schafftest die Teilnahme 2025 mit Ranglistenplatz 247 und 76 Punkten. In diesem Jahr ist die Qualifikation schwieriger, es müssen 75 Ranglistenpunkte erreicht werden. Du stehst in der vorläufigen IDJM-Rangliste 2026 mit 98,76 Ranglistenpunkten auf dem sicheren Platz 161. Wie lief deine Vorbereitung diesmal?
Wir sind bereits im Herbst nach Mallorca gegangen, um in der Winterzeit in kleinen Gruppen Starts, Technik und Speed zu trainieren. Im Frühling trainierte ich am Gardasee bei Pavlo Dontsov und ging beim Lake Garda Meeting an den Start. Jetzt merke ich, dass sich die vielen Wasserstunden auszahlen und frühzeitig zu guten Ergebnissen führen. Zudem habe ich die Segelmarke gewechselt. Diese Saison konnte ich meine Punkte bei den Regatten CFC Pfingst Opti Pokal und Oortkaten Auftakt einfahren.
Was magst du am Optisegeln?
Ich liebe es mit meinen Freunden auf dem Wasser zu sein und zu gucken, wer der schnellste ist. Jeder Tag ist anders und voller schöner Eindrücke. Auf Mallorca hatten wir große Wellen, die wir heruntersurfen konnten. Oft haben wir bis zum Sonnenuntergang trainiert
Hast du einen Tipp für Optikollegen, die auch gern zur IDJM 2026 möchten?
Man sollte immer darauf achten, wo die starken Segler starten und dann auf kleine Regatten ausweichen. Die Wochenenden, wo die EM- WMA oder das German Open im Team Race stattfinden, eignen sich um auf Punktejagd zu gehen. Die superguten Segler sind nicht am Start. Am Ende ist es eine Fleißarbeit, da man ja nie genau weiß, wie die Bedingungen vor Ort sind. Es hilft, bei genügend Regatten an den Start zu gehen.





