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3. Juli 2026

2026 OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP – Abschlussbericht des deutschen WM-Teams (7)

Finaltag 1 bei der WM 2026 – Foto: M. Capizzano

(bmg) Ein letzter Bericht von der 2026 OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP. Das Team GER  – Jonny Seekamp, Philipp Wodianka, Lucas Schütz, Leo Mügge, Gustaf Schimansk, Trainer Riky Stadel, Teamleader Greta Steinicke – ist seit fünf Tagen wieder zuhause. Gretas Abschlussbericht sollte noch von Tanger aus gesandt werden. Klappte nicht! Am letzten WM-Tag gab´s keine Zeit zum „Schriftstellern“. Der Tag war gefüllt mit letzten Wettfahrten, Abgabe der Charteroptis, Packen, Abschlussfeier … Aber hier nun Gretas ausführlicher Abschlussbericht über die WM auf der Zielgeraden, ein Bericht über die Zeit nach den Qualifikations- und Team-Race-Wettbewerben.

Geburtstagskuchen und starker Westwind (Donnerstag, 25.06.26)

Jonny Seekamp feierte seinen 15. Geburtstag in Tanger

Der Tag startete im deutschen Lager mit bester Stimmung und Kuchen zum Frühstück, denn Jonny feierte seinen 15. Geburtstag! Sportlich wurde es ab diesem Tag auch für alle Daheimgebliebenen noch spannender, da der offizielle Livestream die Finalrennen live an Land übertrug. Unterstützt durch Drohnenaufnahmen und GPS-Tracker an allen Booten war ein präzises Mitfiebern garantiert.

Während die Jungs auf dem Wasser alles gaben, hieß es für die Teamleitung Pflichtprogramm auf dem Annual General Meeting der IODA. Dort wurden wichtige zukunftsweisende Entscheidungen getroffen, unter anderem die Vergabe der WM- und EM-Standorte für das Jahr 2027 (WM- Porto (POR) & EM – Zadar (CRO) übrigens). Auf dem Wasser herrschte ein konstanter Westwind mit 15 bis 17 Knoten, zusammen mit gewohntem Wellengang und Strömung. Mit dem gestärkten Selbstbewusstsein aus dem Teamracing am Vortag traten die Jungs in ihren jeweiligen Fleets an und absolvierten drei Wettfahrten. Gustaf zeigte eine extrem konstante und starke Serie im Emerald Fleet und sicherte sich die Plätze 14, 8 und 10. Jonny beschenkte sich in der letzten Tageswettfahrt selbst und fuhr nach den Plätzen 18 und 19 einen grandiosen 3. Platz in der Silver Fleet ein. Und so erging es Philipp, Leo und Lucas in der Bronze Fleet: Philipp verbuchte die Ränge 8, 23 und nochmals 8 und Leo kämpfte sich stabil durch das Feld und beendete den Tag mit den Rängen 30, 15 und 17. Lucas erzielte die Plätze 64, 42 und 69. Zum Abschluss des Tages ging es für die Jungs zu einem wohlverdienten, typisch marokkanischen Snack ins Sailors Village, um die verbrauchten Energiespeicher wieder aufzufüllen, bevor es wieder ans Buffet und auf die Zimmer ging.

 

Perfekte Rennen und Social-Media-Einsatz (Freitag, 26.06.26)

Bei der Medienarbeit – Produktion eines Instagram-Videos

Am vorletzten Renntag lief das Startprogramm zügig ab. Die Wettfahrtleitung nutzte das Zeitfenster optimal und brachte zwei reibungslose und schnelle Rennen pro Fleet ins Ziel. Auf dem Wasser herrschten wechselnde Windrichtungen bei abnehmender Tendenz um 8 bis 12 Knoten, gepaart mit der anhaltenden Strömung. Jonny knüpfte nahtlos an seine Top-Ergebnisse an und lieferte mit den Plätzen 9 und 3 zwei Spitzenresultate ab. Gustaf segelte mit den Plätzen 30 und 18 weiterhin solide im vorderen Feld des Emerald Fleets mit. Leo verbesserte sich im ersten Rennen auf einen starken 11. Platz, gefolgt von einem 28. Platz im zweiten Lauf. Lucas zeigte im zweiten Rennen eine deutliche Aufwärtstendenz und holte die Plätze 62 und 23, während Philipp auf den Rängen 25 und 57 finishte. Nach dem obligatorischen Snack im Sailors Village wartete eine besondere Aufgabe auf das Team, denn die Jungs nahmen ein offizielles Video für den Instagram-Kanal der Veranstaltung auf, bei dem sie sich präsentierten. (Hier der Link zum Reel: https://www.instagram.com/reels/DaOTDH7uj0-/) Der Tag fand seinen entspannten Ausklang beim gemeinsamen Abkühlen im Hotelpool.

 

Finaler Showdown, Siegerehrung und T-Shirt-Tauschen (Samstag, 27.06.26)

Letzter Wettfahrttag und Philipp wird 13 Jahre alt

Der Finaltag begann erneut mit Geburtstagskuchen. Philipp feierte seinen Ehrentag, was bereits der dritte Geburtstag innerhalb unseres Teams während dieser Weltmeisterschaft war. Auf dem Wasser standen die letzten zwei entscheidenden Wettfahrten an, die für Jonny zu einem aufregenden Auf und Ab wurden. Im ersten Rennen des Tages fuhr er auf den 2. Platz vor. Im letzten Lauf kassierte er leider einen BFD, was ihn den Sieg im Silberfleet kostete. Dennoch bedeutete es am Ende einen fantastischen 3. Platz im Silberfleet und damit den 74. Rang in der Gesamtwertung. Auch Gustaf überzeugte noch einmal und holte im ersten Tagesrennen einen überragenden 3. Platz, gefolgt von Rang 15. Damit schrammte er als 4. im Emerald Fleet und auf Platz 217 im Gesamtklassement nur knapp am Treppchen vorbei. Philipp beendete die WM mit den Plätzen 65 und 19 auf dem 161. Gesamtrang, dicht gefolgt von Leo mit den Plätzen 56 und 30 auf Platz 171. Lucas erwischte im letzten Rennen leider ebenfalls ein Black Flag nach einem vorherigen 52. Platz und beendete die Weltmeisterschaft auf dem 209. Platz. Direkt nach dem Event hieß es Charterboote abgeben, das gesamte Material und Gepäck transportsicher in die Surftaschen verpacken und gut polstern. Ein riesiges Dankeschön gilt an dieser Stelle den mitgereisten Eltern, die uns hierbei eine große Unterstützung waren. Danach blieb gerade genug Zeit, um sich zu duschen, zu striegeln, in die offiziellen Poloshirts zu werfen und zur feierlichen Siegerehrung aufzubrechen. Jonny wurde unter großem Applaus für seinen Podestplatz geehrt. Begleitet von tollen Reden und den Nationalhymnen war es ein rundum gelungener Abschluss. Im Anschluss wurde traditionell mit den anderen Nationen die Teamkleidung getauscht. Einziges Contra war ein wirklich schmerzhafter Sonnenbrand auf den Oberschenkeln von Gustaf. Nach dem Abendessen im Hotel artete das Shirt- und Lycra-Tauschen in der Hotellobby in ein (glückliches) Chaos aus, bevor alle erschöpft in die Betten fielen.

Abreise und Rückkehr nach Deutschland (Sonntag, 28.06.26)

Am Abreisetag räumten die Jungs nach dem Frühstück um 09:00 Uhr selbstständig und sehr reibungslos ihre Zimmer. Vor der Abfahrt holten wir noch Pizza, die gemeinsam in der Hotellobby verspeist wurde. Pünktlich holte uns der Flughafenshuttle ab, mitsamt einer unglaublichen Menge an Gepäck und den marokkanischen Hüten, die die Jungs als Andenken bei der Anmeldung erhalten hatten. Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle am Flughafen verliefen ohne Probleme. Der Rückflug gestaltete sich zwar etwas turbulent, aber um 21:00 Uhr Ortszeit berührten wir endlich wieder deutschen Boden, wo die herzliche Verabschiedung stattfand.

Diese Weltmeisterschaft in Tanger war eine ganz tolle und unbezahlbare Erfahrung für die Jungs und das gesamte Team. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Unterstützern, Coach Riky Stadel, der OPTI CLASS GER und auch den engagierten Eltern vor Ort und auch zu Hause!

 

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