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25. Juni 2026

2026 Optimist World Championship/Team Racing Days – Viel Strategie und Teamgeist in Tanger (5)

Finaltag TEAM RACING WM – DAS ERSTE MATCH SEGELTEN DIE GERS GEGEN ITA – Foto: M. Capizzano

(bmg) Aktuell bereiten sich die Segler im marokkanischen Tanger auf die heute beginnenden Finalrennen der OPTIMIST WORLD CHAMPIONSHIP 2026 vor. Der Start zum ersten Rennen des Tages ist für 13:00 Uhr Ortszeit angesetzt. Nach zwei spannenden und erfolgreichen Team-Racing-Tagen im Rücken starten Jonny Seekamp, Philipp Wodianka, Lucas Schütz, Leo Mügge und Gustaf Schimanski nun in die entscheidenden drei Finaltage der WM Fleet Races.

Für die OPTIMIST TEAM RACING WORLD CHAMPIONSHIP hatten sich insgesamt 48 Nationenteams auf Grundlage der Ergebnisse der ersten drei Fleet-Race-Tage qualifiziert. Gesegelt wurde in den Regattagebieten Alpha und Bravo. Im Verlauf des ersten Team-Racing-Tages wurden vier Flights ausgetragen, aus denen die besten 16 Teams den Einzug in die Finalrunde am zweiten Wettkampftag schafften. Und das gab es aus deutscher Sicht schon lange nicht mehr: Das deutsche Team gehörte am Ende des ersten Team Racing -Tages zu den 16 besten Nationen und qualifizierte sich damit für die TR-Finalrunde.

Spanien und die Türkei lieferten sich eine dramatische Finalserie über drei Rennen. Spanien gewann das entscheidende dritte Rennen und sicherte sich damit den Titel der Team-Racing-Weltmeisterschaft 2026.  Es ist Spaniens dritter Sieg in Folge bei der Team-Racing-Weltmeisterschaft. Argentinien sicherte sich die Bronzemedaille. TR-Endergebnisse.

Und nun ein Team Race-Bericht von Teamleader Greta – zum Einstieg Fotos von Matias Capizzano:

Der Marathon durch die Hoffnungsrunde (Dienstag, 23. Juni)

Die Rennen fanden nah am Hafen statt, und das Wetter spielte unserem Team in die Karten: Es herrschten ideale Windbedingungen für unsere etwas leichtere Mannschaft. Dank des Trainingslagers mit Riky in Warnemünde, bei dem Teamracing ein Schwerpunkt war, und dem Rückenwind durch den Sieg beim European Team Race Qualifier (ETRQ) & German Open im Mai ging Team Germany mit viel Selbstbewusstsein aufs Wasser.

Direkt im Auftaktmatch wartete mit Portugal (POR) ein echter Brocken. Nach einem taktisch extrem engen Zieldurchgang stand ein seltenes 18:18-Unentschieden fest. Da es im Teamrace jedoch eine Entscheidung geben muss, griffen die Tie-Breaker-Regeln – und hier hatten die Portugiesen haarscharf die Nase vorn. Ein herber Dämpfer zu Beginn, der im Doppel-K.-o.-System jedoch nur den Gang in die Hoffnungsrunde bedeutete. Dort bewiesen die Jungs Nervenstärke:

Gegen Israel (ISR): Ein souveräner und kontrollierter 14:24-Sieg brachte den Motor richtig zum Laufen. Gegen Malta (MLT): Die Jungs ließen nichts anbrennen, kontrollierten den Gegner von Beginn an und sicherten sich ein verdientes 16:20.

Gegen Uruguay (URU): Das entscheidende Duell um das Weiterkommen wurde zum Krimi. Am Ende setzten sich die Jungs hauchdünn mit einem 18W:18 durch (Sieg dank der besseren Einzelplatzierung im Ziel).

Damit sicherten sie sich damit als „Qualified Team 11“ das Ticket für die finalen Runden. An Land war die Freude riesig: Zuletzt hatte es eine deutsche Mannschaft 2022 so weit im Teamrace geschafft. Während wir intern an die Jungs geglaubt hatten, galt Deutschland unter den anderen Nationen bis dahin eher als Underdog. Gut gelaunt, frisch geduscht und gesättigt ging es ins Bett, um Kraft für den Finaltag zu tanken.

Finalatmosphäre und ein starker Abschied (Mittwoch, 24. Juni)

Am Mittwochmorgen zeigte sich ein ungewohntes Bild: Der Hafen war merklich leerer, da nur noch die qualifizierten Nationen überhaupt aufs Wasser durften. Alle anderen setzten den Tag aus, bevor morgen die finalen Fleet Races beginnen. Die Rennen auf dem Alpha-Kurs wurden wieder live auf YouTube übertragen, sodass die Daheimgebliebenen an Land und in der Heimat jede Wende mitverfolgen konnten.

Das Niveau in den Finalrunden war von Beginn an enorm hoch. Im ersten Match musste sich Team Germany den starken Italienern (ITA) geschlagen geben. Die Spannung war auf dem absoluten Höhepunkt, als das Team im darauffolgenden Duell auf die USA traf – und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen überraschenden und viel umjubelten Sieg einfahren konnte!

Im nächsten Lauf gegen Kanada (CAN) war dann jedoch Endstation. Nach einem harten Kampf schied das deutsche Team aus dem Turnier aus.

Die Kids kamen mit einer gesunden Mischung aus Enttäuschung über das Ausscheiden und berechtigtem Stolz an Land. Auch Coach Riky zog ein positives Fazit: „Am Ende hat es leider nicht ganz gereicht, aber es war ein sehr spannendes Teamrace über die letzten zwei Tage. Ich bin stolz auf die Kids.“

Den Weltmeistertitel im Teamrace sicherte sich am Ende die Mannschaft aus Spanien (ESP). Für unsere Jungs war es eine extrem wertvolle Erfahrung, die gezeigt hat, dass sie sich vor der Weltspitze nicht verstecken müssen und bewiesen hat, wie groß der Teamzusammenhalt tatsächlich ist. Zur Belohnung gab es Pizza!

 

 

 

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