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28. Juli 2023

Hartes, Herrliches Hochseesegeln vor Helgoland

Der jedes Jahr vom Blankeneser Segel Club (BSC) und dem Wassersportclub Helgoland (WSCH) auf der Hochseeinsel Helgoland ausgerichtete Störtebeker Opti Cup (SOC) ist einzigartig im Regattakalender der deutschen Optisegler. Als einzige auf dem offenen Meer ausgetragene Regatta gilt er als inoffizielle Deutsche Offshore Meisterschaft der Optimisten.In diesem Jahr machten sich 80 Optikinder (58 A- und 22 B-Segler) aus ganz Deutschland auf, vom 15. bis 19 Juli das Abenteuer Nordseesegeln zu erleben. Dafür mussten aber die Segler und ihr ganzes Material erst einmal nach Helgoland kommen. Die Anhänger mit den Optis und den Begleitbooten wurden per Dampfer von Cuxhaven aus verschifft und die Kinder mit ihren Begleitern fuhren mit der Fähre auf die Felseninsel im Meer.

Für den Abend und die kommende Nacht war Sturm angesagt, so dass die Optis auf der Promenade am Südstrand ordentlich verpackt und gesichert wurden. Der Sturm kam und bei der täglichen Steuerleutebesprechung wurden die Rennen für die Opti B-Segler auf den nächsten Tag verschoben. Auch für die A-Segler war es zunächst zu viel Wind und vor allem zu viel Welle. Als der Wind am späten Nachmittag etwas nachließ, wurde noch ausgelaufen und eine Wettfahrt bei 16 bis 20 kn aus West auf der Reede zwischen Insel und Düne gesegelt. Aufgrund der Bedingungen schaute der Beachmarschall bei der Sicherheitskontrolle sehr genau darauf, ob alle Boote ordnungsgemäß ausgerüstet waren und der Sicherheitskoordinator dirigierte die Begleitboote, um die Flotte beisammenzuhalten. Auf der Reede waren die Wellen zwar nicht sehr hoch, die Tide und die Abdeckung durch die Insel sorgten jedoch für spannende Bedingungen auf dem Up-and-Down-Kurs. Aileen Sorg kam damit am besten klar und konnte den Lauf vor Piet Baars und Onno Pörksen gewinnen.

Am Montag hatte der Wind nur wenig nachgelassen und von der Landungsbrücke sah man die Schaumkämme der Brecher im Süden der Insel. Zudem zogen Schauer- und Gewitterböen über die Insel. Zunächst wurde gewartet. Am Mittag gelangen für die A-Segler zwei Wettfahrten im Wellenschatten des Südhafens.  Die B-Segler mussten weiter von Land aus zusehen. Bei den Rennen mit 18 bis 25 kn aus West-Nordwest und, trotz Wellenschatten, 1 bis 1,5 m hohen Wellen kamen auch einige der A-Segler an ihre Grenzen und die Begleit- und Sicherungsboote hatten ordentlich zu tun. Da eine weitere Gewitterfront im Anmarsch war, wurde AP über H gezogen und am Strand auf den Durchzug der Front gewartet, die mit waagerecht fliegendem Regen und Hagel, bis auf einige aufrechte Begleitbootfahrer, alle Schutz in festen Gebäuden suchen ließ. Leider blieb das Wetter unbeständig und so wurden die weiteren Wettfahrten auf den kommenden Tag verschoben.

In der Nacht zum Dienstag war die Front abgezogen und es warteten traumhafte Bedingungen auf die Teilnehmer. Endlich konnten auch die B-Segler ihr Können zeigen und so segelte die gesamte Flotte pünktlich zum Start um 10:00 Uhr zum Trapezkurs auf der angestammten Regattabahn südlich der Düne. Bei 12 bis 18 kn aus West-Südwest, einem Meter Welle und sommerlichen Bedingungen wurden zwei herrliche Wettfahrten gesegelt. Da der Dampfer für den Rücktransport schon an der Pier wartete, wurden leider keine weiteren Wettfahrten gesegelt. Stattdessen wurden die Optis schnell auf die Trailer verladen, die Mobos rausgekrant, alles verpackt und verstaut. Dann begann der entspanntere Teil des Tages, bei dem sich die Kinder in allen Ecken des Insel und der Düne vergnügten.

Helgoland – Störtebeker Opti-Cup 15. – 19.07.2023, Siegerehrung (von links) ;Opti A: Jonny Seekamp, Johan Müller, Hanno Gewinn; Opti B Lasse Kliewe, Lars Rohde, Juli Jeschonowski; 2. Reihe: vom Orga-Team Jan Tellkamp, Henning Tebbe

Die Opti-A-Wertung gewann Jonny Seekamp (WVH) nach fünf Wettfahrten mit einem Punkt Vorsprung von Johan Müller (BSC) und Hanno Gewinn (MSC). Bei den B-Seglern gewann Lasse Kliewe (NRV/YCM) vor Lars Rohde (ETUF) und Juli Jeschonowski (NRV). Den neu gestifteten Sonderpreis „Bunte Kuh Pokal“ für den besten Verfolger gewann Johan Müller vom BSC. Nach der Preisverteilung gab es eine großartige Abschiedsparty mit Grillen, Musik, Tanz und viel Geklöne bis tief in die Nacht. Ein sehr großer Dank gilt den Veranstaltern vom BSC und WSCH und allen Freiwilligen und Sponsoren, die den SOC wieder zu einem beeindruckendem und wundervollen Erlebnis machten.

Die Fähre zurück zum Festland fuhr am Mittwoch erst um 17:00 Uhr, so dass den Kindern und Eltern ein weiterer Tag zur Erkundung Helgolands blieb. Leider spielte am Vormittag das Wetter mit anhaltendem Regen nicht mit, so dass auf Alternativen wie eine Bunkerführung oder das Abklappern sämtlicher Duty-Free-Shops ausgewichen werden musste. Mittags klarte es wieder auf und so tankten viele Teilnehmer auf der Düne noch Sonnenstrahlen und ein paar Mutige wagten sogar den Sprung in die Nordsee. Die Kinder vom SHM in Münster retteten einen Heuler, indem sie der zuständigen Behörde Bescheid gaben, woraufhin das Tier mit dem nächsten Flieger zur Seehund-Aufzuchtstation nach Friedrichskoog ausgeflogen wurde. Nun wollen die Kinder im Club Spenden sammeln, um den Heuler zu adoptieren. Damit nicht genug wurden sie mit weiteren Seglern Zeuge, wie der lokale Jäger eine junge Kegelrobbe von einem um den Hals gespannten Gummiring befreite und ihr damit ihre Bewegungsfreiheit zurückgab. (Harald Müller)

Ergebnisse auf m2s: https://www.manage2sail.com/de-DE/event/37d06de1-d6ae-4d47-a332-e62da6ab9d91#!/results?classId=85371517-1841-459b-bba3-aec6de94abaa

 

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