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20. November 2025

Dringend! Ersatz gesucht für den Opti „MINI II“

Eine Opti-Einsteigergruppe im Spätsommer auf dem Altwarmbüchener See – da ist der Opti „MINI II“ (3. Boot von links) noch dabei – Foto: B. Müller-Genrich

(bmg) Heute ist Gummistiefelwetter. Auf dem Gelände des Wassersportvereins Altwarmbüchen e. V. am gleichnamigen See im Nordosten Hannovers herrscht an diesem grauen, nassen Samstagnachmittag Anfang November reges Treiben. Die Vereins-Optimisten werden für das Einlagern im Winter vorbereitet. Optisegler, Trainer und Eltern putzen und überprüfen den Zustand von elf Anfänger-Optimisten und vier Regattaoptis.

Für den Optimisten „MINI II” sieht es nicht gut aus. Nach mindestens 40 „Dienstjahren” ist Wasser zwischen die Außen- und Innenschale gelangt. Der Oldtimer bringt wohl 60 kg auf die Waage, ist nicht mehr stabil und sicher und nicht mehr zu reparieren. Die Optigruppe des Wassersportvereins Altwarmbüchen e. V. wünscht sich daher dringend Ersatz für den MINI II.

Übungsleiter der Opti-Gruppe (von links): Lena, Finn, Finja, Timo, Fritz, Marie, Swantje – es fehlt Jan

Im WSV AwB wird intensive Segel-Nachwuchsarbeit betrieben, in Opti Anfänger-, Fortgeschrittenen- und Regattagruppen. Sieben ehrenamtliche Übungsleiter ermöglichen dies und sorgen dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Schon einige herausragende Segler sind aus der Jugendarbeit hervorgegangen. Sie geben ihre Erfahrung und ihr Wissen im Training weiter. Jan Will, Teilnehmer der OPTI EM 2022, ist einer von ihnen. Seit vielen Jahren gehört der OPTI POST POKAL des WSV AwB zum niedersächsischen Regattaprogramm.

In Zukunft wollen wir auf dieser Webseite regelmäßig die Opti-Abteilung eines Segelvereins vorstellen.

Den Anfang macht der Wassersportverein Altwarmbüchen e. V., der vor der „Haustür“ der Verfasserin dieses Berichts und auch buchstäblich naheliegt. Denn hier erlebte sie den spannenden Opti-Einstieg ihrer Enkelin und war beeindruckt von der Arbeit der Übungsleiter.

Marie Braun beim Opti-Training

Interview mit Marie Braun, Übungsleiterin einer der beiden Anfängergruppen

Wie und Wo habt ihr für eure Opti-Kurse (Anfänger) geworben?

Wir haben unsere Opti-Kurse über die Vereins-Website und Social Media (Facebook) beworben. Zusätzlich haben wir Flyer verteilt. Es spricht sich auch herum, sodass im nächsten Jahr oft Freunde, Klassenkameraden oder Geschwister teilnehmen. Manchmal kommen auch neugierige Spaziergänger auf uns zu, die uns beim Training gesehen haben und erkundigen sich, wie ihre Kinder teilnehmen können.

 

Wieviel Segler sind in einer Gruppe?

Wir hatten dieses Jahr zwei Anfängergruppen, mit 9 bzw. 11 Kindern.

 

Wird jede Gruppe von 2 Trainer/ innen betreut?

Ja, bei den Optis haben wir immer zwei Trainer/ innen pro Gruppe. Uns ist dabei wichtig, dass mindestens eine volljährige Person die Verantwortung trägt. Gleichzeitig sorgen wir für Nachwuchs, indem wir junge, bereits erfahrene Seglerinnen und Segler mit einbeziehen.

 

Wie habt ihr den Lehrgang aufgebaut? – Theorie/Praxis

In jeder Stunde haben wir ein bisschen Theorie gemacht, damit die Kinder die Grundlagen verstehen. Damit es Spaß macht, haben wir uns Laufspiele, kleine Wettbewerbe und Quizrunden überlegt. Wenn das Wetter schlecht war, gab’s eben mehr Theorie und bei gutem Segelwetter sind wir natürlich gleich raus aufs Wasser.

 

Saßen die Kinder anfangs zu zweit, später allein im Boot?

Zu Beginn saßen die Kinder zu zweit im Boot, um beim Paddeln und Schleppen das Boot kennenzulernen. Danach sind sie eigentlich allein gesegelt, nur sehr ängstliche Kinder blieben länger zu zweit.

 

Wie habt ihr Kinder zum Alleinsegeln/Steuern ermutigt?

 

Das ist sehr individuell, denn jedes Kind hat andere Gründe für seine Ängste. Manche haben vielleicht schon schlechte Erfahrungen gemacht, zum Beispiel den Großbaum abbekommen oder sich vor den Geräuschen des Segels erschreckt. Wir gehen deshalb ganz gezielt auf die jeweilige Situation ein: üben früh das Kentern, zeigen in Ruhe, wie man sich in den Wind stellt, oder schützen den Großbaum mit Schaumstoff. Manchmal geben wir den Kindern auch ein Maskottchen mit, fahren dicht daneben oder setzen ein anderes Kind dazu. Wichtig ist, dass wir uns die Zeit nehmen, immer schauen, was das Kind gerade braucht und dabei auch im engen Kontakt mit den Eltern bleiben. So finden die Kinder Schritt für Schritt Vertrauen.

 

Was sind die Schwierigkeiten auf dem AWB-See?

Der AWB-See ist für Anfänger optimal: Zwar gibt es Winddreher, aber durch die überschaubare Größe bleibt man orientiert und ist schnell wieder an Land. Im Sommer teilen wir uns den See außerdem mit vielen Ruderern, Schwimmern, Stand-up-Paddlern und Tretbooten, was zusätzliche Aufmerksamkeit erfordert.

Was hat dir richtig Spaß gemacht?

Am meisten Spaß hat mir gemacht zu sehen, mit wie viel Freude die Kinder beim Segeln dabei waren. Egal ob beim Kentern, bei viel Wind oder einfach beim gemeinsamen Üben, man hat gemerkt, wie sicher sie geworden sind und gleichzeitig, wie viel Spaß sie daran hatten. Besonders gefreut hat mich auch, wenn ein ängstliches Kind Schritt für Schritt sicherer wurde und plötzlich mit einem Lächeln im Boot saß.

 

Auf die Frage, was der beste Segeltag war, nannte meine Enkelin den Saison-Abschiedstag. Das Kuchenessen auf der Badeplattform, das Spiel „Komplimente“ und das Spiel „Tiefe des Sees“ erraten. Welche Spiele hast du gern ins Training eingebaut? Lieblingsspiele der Kinder?

Viele Spiele sind ganz spontan aus dem Moment heraus entstanden, besonders dann, wenn Flaute war und wir kreativ werden mussten. Am meisten Spaß hatten die Kinder beim Kentern und Schleppen – das hätten sie stundenlang machen können. Einmal haben wir sie mit einer Bananenfahrt überrascht oder mit einem Picknick auf dem Wasser mit Tee und Kuchen. Meine schönsten Spiele waren, als wir mit geschlossenen Augen gesegelt sind oder als die Kinder sich eigene Kunststücke ausgedacht und vorgeführt haben, zum Beispiel auf der Bootskante zu segeln oder um den Mast herum zu klettern. Solche Erlebnisse haben das Training besonders gemacht und den Kindern unglaublich viel Freude bereitet.

Opti-Einsteigergruppe 2025 – das „Opti-Ballett“ gelingt bereits – Foto: Finja

Wie viele Kinder der Anfängergruppe haben den Jugendsegelschein gemacht?

Alle Kinder, die am Ende zur Prüfung angetreten sind, haben den Jugendsegelschein bestanden. Nur wenige Kinder haben im Laufe des Jahres frühzeitig aufgehört oder wir haben gemeinsam mit den Eltern entschieden, dass sie an der Prüfung nicht teilnehmen.

 

Wie wird es für die Kinder weitergehen, die 2026 weitermachen wollen? Gab es Aussteiger?

Die Kinder können nächstes Jahr in unserer Fortgeschrittenen- oder Regattagruppe weitermachen – je nachdem, was ihnen mehr Spaß macht. Einige haben ja schon direkt nach ihrem Schein bei der Opti-Post-Regatta auf unserem See mitgemacht und möchten auch künftig an weiteren Regatten teilnehmen. Außerdem haben manche den Wunsch geäußert, unsere Open Bics auszuprobieren. Ob es wirklich Aussteiger gibt, sehen wir erst zu Beginn der nächsten Segelsaison. Es ist ganz normal, dass jedes Jahr ein paar Kinder keine Zeit oder Lust mehr haben. Die meisten bleiben aber mit Begeisterung dabei.

 

Ein besonderes Erlebnis in der Saison…

Es gab dieses Jahr so viele schöne Momente. Besonders das Segeln bei Starkwind war ein Highlight, weil man gespürt hat, wie sicher die Kinder geworden sind. Aber auch das Segellager war etwas ganz Besonderes, vor allem, als wir abends mit Knicklichtern rausgepaddelt sind. Solche Erlebnisse bleiben einfach in Erinnerung.

 

Was passiert im Winter bei euch?

Im Winter treffen wir uns mit allen Gruppen alle zwei Wochen zu Theorieeinheiten, damit die Kinder ihr Wissen vertiefen können. Zudem bringen wir die Boote ins Winterlager, reinigen sie gründlich und prüfen, ob alles vollständig ist. Außerdem gibt es ein buntes Winterprogramm: wir backen gemeinsam Kekse, schauen Fotos vom Sommer an, machen Filmabende und andere Aktivitäten, die die Gemeinschaft stärken.

 

Was wünscht du dir materiell für deine Optigruppe?

Mein Wunsch für die Anfänger wäre, dass wir neue Boote bekommen, da unsere alten so langsam kaputt gehen. Und der Umwelt zuliebe wünsche ich mir, dass wir bei den Motorbooten auf E‑Motoren umsteigen können. Dafür fehlen uns aber leider noch die finanziellen Mittel, weshalb wir auf Sponsorensuche sind.

 

 

 

 

 

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