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31. März 2023

Leinen los am Biggesee … und der WDR war dabei

“Sailing Boom Opti+ILCA 2023” des Yacht-Club Lister – mit dabei der Autor/Kameramann Christian Albrecht für WDR Lokalzeit Südwestfalen

(bmg) 68 Optisegler und 53 ILCA Segler erlebten einen perfekten Saisonstart am 18./19. März auf dem Biggesee/Nordrhein-Westfalen bei der “Sailing Boom Opti+ILCA 2023” des Yacht-Club Lister (YCL). Ebenso wie die Segler viele Stunden auf dem Wasser war auch ein Fernsehteam des WDR – Autor/Kameramann Christian Albrecht sowie ein Tontechniker. Am darauffolgenden Montag, 20. März, lief in der WDR-Sendung „ Lokalzeit Südwestfalen“ ab 19.30 Uhr der Film von der Sailing-Boom Regatta als einer von vier Beiträgen. Es gab einen Radio-Regattabericht im WDR 2/ Lokalzeit und aus dem Fernsehbeitrag und Drehmaterial wurde noch ein kurzer Film für die Facebookseite der WDR Lokalzeit produziert.

Optisegeln im öffentlichen Fernsehen und Radio – das ist etwas Seltenes und ganz Besonderes. Hier ist der sehenswerte Film mit der Opti A-Seglerin Johanna Brinkmann als „Hauptdarstellerin“:

 Damit so ein Fernsehbeitrag wie nun gerade gesehen überhaupt entstehen kann, sind mindestens neun Personen mehr oder weniger beteiligt. Das sind in der Regel der Autor, der Redakteur, der Kameramann, der Tontechniker, der Aufnahmeleiter, der Cutter, der Techniker in der Regie, der Moderator und der Senderedakteur.  Mit Hilfe von Christian Albrecht – Autor/Kameramann vom Biggesee – können wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Er beschreibt extra für uns den Herstellungsprozess des Bigge-Regattafilms:

Step 1 – Am Anfang – eine engagierte Sportwartin

Ca. zwei Wochen vor der Regatta informierte mich Paula Ruppert, Sportwartin der Yacht-Clubs Lister, über die SAILING BOOM OPTI/ILCA Regatta.Im vergangenen Jahr war ich bereits für einen anderen Fernsehbeitrag dort, weil wir den Tag der offenen Tür mit Schnupper-Segeln als Freizeittipp in der WDR Lokalzeit Südwestfalen angekündigt hatten.

Step 2 – Planung des Beitrags und überzeugen

Johanna Brinkmann

Wenn ich ein Thema habe, stelle ich es der Redaktion vor und erzähle, welche Geschichte ich mir für den Fernsehbeitrag vorstelle – das war in diesem Fall die Begleitung der 13-jährigen Optiseglerin Johanna. Wie erlebt sie den Tag über die Regatta, warum segelt sie gern, wie schneidet sie bei den Rennen ab. Wenn die Redaktion die Idee gut findet, setze ich als Autor die Geschichte um, in diesem Fall für das Regionalfernsehen des WDR, der Lokalzeit Südwestfalen, zu dessen Sendegebiet der Biggesee gehört.

Step 3 – Die Dreharbeiten

Im Vorfeld sprach ich mit dem YCL und der Familie Brinkmann darüber, wie der Tag abläuft und was man wie, wo, wann aufnehmen könnte. Als Autor bereite ich also den Dreh vor, überlege mir welche Aufnahmen man machen kann und stelle die Interviewfragen. Am 1. Tag der Regatta fuhren ein Tontechniker und ich in der Doppelfunktion Autor/Kameramann von 10 Uhr bis 17 Uhr für unsere Aufnahmen an den Biggesee.  

Als Autor begleitet man immer den ganzen Herstellungsprozess, von der Themenfindung, dem Dreh und Schnitt bis zum fertigen Beitrag – es ist immer Teamarbeit. In diesem Fall mussten wir vorher klären, wie wir Johanna auch während des Rennens beobachten und interviewen konnten. Ein Motorboot der DLRG wurde extra für uns bereitgestellt, mit an Bord der  Vater von Johanna, Thiemo Brinkmann. Nach Anweisungen von Thiemo Brinkmann, selbst Segler und im Yacht-Club Lister aktiv, durften wir entlang des Feldes und der Tonnen fahren, so dass ich Aufnahmen drehen konnte. Eine Herausforderung beim Start war: Wo ist das Boot mit Johanna?

Startsituation

Damit man Johanna auch ganz nah sehen kann und die spannenden Momente nicht verpasst, haben wir auf ihrem Opti vorne eine Actionkamera, eine GoPro, befestigt. Dazu haben wir eine Halterung neben den Mast aufgeklebt und die Kamera zusätzlich mit Kabelbindern gesichert. Die kleine Kamera durfte natürlich nicht die Bewegungsfreiheit des Mastes einschränken. Die ersten beiden Rennen begleiteten wir Johanna auf dem DLRG Boot, ich konnte sie nach den Rennen auf dem Wasser im Boot befragen. Weitere Aufnahmen machte ich von Land aus, mit dem Zoom der Kamera konnte ich das ganze Starterfeld der weiteren Rennen einfangen.

Auf dem Weg zur Luvtonne – “Sailing Boom Opti+ILCA 2023”

Step 4 – “Hausaufgaben” im WDR Studio

Auf dem Treppchen bei OPTI A (von links): Nick Lahme, Johanna Brinkmann, Sarah Krupp

Das ganze Drehmaterial von zwei Kameras (in unserem Fall über 1,5 Stunden) wird im WDR Studio eingelesen, d.h. die Dateien werden von der Speicherkarte kopiert und auf einem Server gespeichert. Ich sichte das Drehmaterial am PC, schreibe mir Zeiten auf, wo wichtige Szenen und Antworten für den Beitrag sind. Damit gehe ich zum Cutter, der den Beitrag zusammen mit mir schneidet, in mehreren Stunden Arbeit entsteht der Beitrag. Im Zusammenspiel schneidet der Cutter die Aufnahmen und ich schreibe parallel den Sprechertext. Die Szenen werden dann zigmal ausprobiert, d.h. die Szene wird abgespielt und ich lese meinen Text vor. In diesem Fall haben wir den Beitrag mit einer Collage begonnen, in der spannende Bilder auf Musik und mit Effekten vom Cutter geschnitten wurden – erst dann folgt der erste Sprechertext. Wichtig ist auch die Länge des Beitrages, da gibt es Vorgaben, wie lange der Beitrag sein darf, damit man die Fernsehsendung planen kann. In diesem Fall durfte der Beitrag vier Minuten lang sein.

 Anschließend kommt ein festangestellter Redakteur, dem führen wir den Beitrag vor. Wenn noch etwas fehlt, missverständlich ist oder ich einen Grammatikfehler im Text habe, folgt eine Korrektur.  Dann ist der Beitrag “abgenommen”. Der letzte Schritt: Ich gehe in eine Sprecherkabine, der Film läuft auf einem Monitor und ein Techniker nimmt in der Regie meine Sprache auf und mischt das alles zu einem sendefertigen Beitrag. Und der wird dann in der halbstündigen Regionalsendung, hier in der WDR Lokalzeit Südwestfalen (insgesamt gibt es in NRW 11 verschiedene Lokalzeiten nach Regionen), abends um 19:30 Uhr als einer von vier bis fünf Beiträgen gesendet und vom Moderator präsentiert. Die Sendung kann man auch im Internet per Livestream verfolgen, und nach Ausstrahlung kann man den Beitrag noch eine Woche lang in der WDR Mediathek nachschauen.

 

 

 

 

 

 

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