Wenn der Nikolaus aufs Wasser kommt… Extraschicht in Essen – eine Regatta mit Weihnachtsfeeling

72 OPti A-/B- Segler segelten die EXTRASCHICHT auf dem Essener Baldeneysee
„Das ist hier heute wie Weihnachtsmarkt auf dem Wasser“, freute sich eine Optiseglerin bei der Extraschicht auf dem Essener Baldeneysee, als sie sich ihren warmen Punsch am Motorboot abholte.

Steuermannsbesprechung bei der EXTRASCHICHT mit Wettfahrtleiter Lasse Paland
72 Segler*innen waren am Nikolauswochenende in Essen mit dabei, 55 A’s und 20 B’s. Mit dieser hohen Teilnehmerzahl hatte der Essener Turn- und Sportverein (ETUF) nicht gerechnet. Da der Baldeneysee eigentlich nur ein Stausee der Ruhr, und damit nicht sehr breit ist, wurde das Starterfeld in A sogar in Gruppen eingeteilt. „Mit so einer langen Startlinie können wir hier leider nicht dienen“, lachte Organisatorin Michaela Pfeiffer, die sich über die hohen Teilnehmer*innenzahlen freute. Erst im letzten Jahr wurde Deutschlands einzige Winterregatta aus der Traufe gehoben. Das Glück des ETUF: Der Baldeneysee hat kein Winterbefahrensverbot. Und so fanden sich am Nikolausmorgen pünktlich um 10 Uhr Optisegler*innen aus ganz Deutschland zur Steuerleutebesprechung zusammen.
Für Wettfahrtleiter Lasse Paland war der Start in den Tag eine Herausforderung. Da der Wind überwiegend aus Süden kam und der See in seinem Verlauf einen „Knick“ hat, bedeutete dies für Lasse, dass er mit dem Regattafeld in den Süden des Sees ausweichen musste. Denn: Der See ist zwar sehr schmal, dafür aber stattliche 7,8 km lang. Für die Kids bedeutete das eine 1,5 km lange „Anreise“ ins Regattagebiet.Belohnt wurde der lange Weg mit 8-10 Knoten aus Südwest, sodass alle Gruppen drei spannende Läufe segeln konnten. Zwischen den Wettfahrten gab es warmen Punsch vom Mobo, nach den Wettfahrten kam sogar der Nikolaus aufs Wasser und verteilte Schokolade.
- Der Nikolaus mit Geschenken auf dem Weg zu den Seglern
- 5 Läufe gelangen bei der EXTRASCHICHT 2025
- Eine zuschauerfreundliche Regatta

Luvtonne bei der „Extraschicht“

Leetonne bei der „Extraschicht“
Besonderes Highlight für alle Kids: Die Luvtonne war ein Nikolaus, die Leetonne ein Schneemann. Beide Tonnen sind Smarttonnen. Und so flogen zuweilen ein Nikolaus und ein Schneemann über den See, auf der Suche nach ihren passenden Positionen für den Kurs.
Auch an Land wurde es dem Begleitpersonal, bestehend aus Eltern und Geschwistern, nicht langweilig. Wer das Renngeschehen nicht vom Ufer aus verfolgen wollte, konnte es sich im Warmen vorm YouTube-Livestream mit einem Glühwein gemütlich machen. Der jüngere Nachwuchs bastelte fleißig Weihnachtsdeko. Oder powerte sich in der Turnhalle des Vereins aus.
Der Sonntag begrüßte die Regattateilnehmer*innen dann am frühen Morgen mit Nieselregen und wenig Wind. Diesmal kam der allerdings aus der anderen Richtung, sodass der Luvtonnen-Nikolaus, ganz zuschauerfreundlich, direkt vor dem Vereinsgelände angesteuert werden musste.
Der Wind machte es den Segler*innen allerdings nicht leicht. Immer wieder blieb er ganz aus. Nach zwei Läufen setzte Wettfahrtleiter Lasse Paland dann einen Haken an die Regatta. Die Kids jubelten und freuten sich auf die große Tombola.
Auch für die Siegerehrung hatte sich der ETUF etwas Originelles ausgedacht – statt Pokalen gab es Schiefertafeln. Auf den Wanderpokalen für die Sieger thronen Grubenlampen. Typisch Ruhrgebiet eben 😉 Im nächsten Jahr ist in Essen dann eine neue Tradition geboren. Dann wird es die dritte Ausgabe der Extraschicht geben – natürlich wieder einem Wochenende rund um Nikolaus.
- Siegerehrung Opti A (von links): Scarlett Grimm/SVG; 1. Lars Schmitz/ (DYC; 2. Florian Winkler/PYC
- Opti B (von links): 2. John Brinkmann/NRV; 1. Felix van Kempen/WVW; 3. Julie Tschentscher/WVH
- Platz 1 Vereinswertung: Segelclub Münster
Und hier die Ergebnisse der Extraschicht:
In Opti A setzte sich Lars Schmitz (DYC) vor Florian Winkler (PYC) und Scarlett Grimm (SVG) durch.
In Opti B gewann Felix van Kempen (WVW), Platz 2 und 3 gingen an John Brinkmann (NRV) und Julie Tschentscher (WVH).
Geehrt wurde aber auch der beste Verein mit mindestens drei Startern. In die Wertung kamen dabei sowohl die Platzierungen aus A als auch aus B.
Hier die TOP 3 der Vereinswertung:
Platz 1: Segelclub Münster (SCM) mit Tom Winkelmann, Marleen Vogel, Sophie Krais und Johannes Krais in Opti A und Theo Sandkühler in Opti B
Platz 2: Potsdamer Yachtclub (PYC) mit Florian Winkler, Lennart von Senfft, Moritz Krüger, Moritz Kaspar, Helene Klinkhardt, Louis Wildelau und Lino Grobe (Opti A).
Platz 3: Düsseldorfer Yachtclub (DYC) mit Lars Schmitz, Valentin John (OptiA) und Leonard Carl (Opti B)
(Fotos und Text: Alexandra Vogel)









